Open Data – Neue Konzepte erfolgreich umsetzen

Historie, Status Quo, Potenziale, Erfolgsgeschichten und Umsetzungshilfen zu Open Data beschreibt ein Leitfaden des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (Bitkom).

Open Data ist, was die politische Aufmerksamkeit angeht, ein jüngeres Phänomen der Digitalisierung. Nicht nur die Bedeutung des Digitalen wird in allen gesellschaftlichen Belangen immer grundlegender, auch die bei der Benutzung erzeugten und verwendeten Daten werden immer wertvoller. So wird der Umgang mit Daten zum Wettbewerbsfaktor. Ein Fokus liegt auf Behörden- und Regierungsdaten unter dem Leitbild des Open Government (eGovernment-Gesetz des Bundes sowie das Regierungsprogramm »Digitale Verwaltung 2020«). Auch für die Wirtschaft entstehen neue Herausforderungen: Für den Umgang mit Open Data braucht es klare Regeln, was die Weiterverarbeitung und den Schutz personenbezogener Daten betrifft. Und diese Regeln müssen auch durchgesetzt werden (können).
Bitkom setzt sich für eine Ausbreitung und Nutzung von Open Data ein. Mit dem Leitfaden wollen wir an das im April 2017 veröffentlichte Manifest anknüpfen. Wir greifen die im Manifest formulierten Aussagen auf und beleuchten die folgenden Aspekte tiefgreifend:
1. Open Data schafft Interesse, Verständnis und Vertrauen, wenn dadurch Entscheidungen nachvollziehbar, d.h. transparent werden. Wenn Entscheidungsprozessen zugrunde liegende Daten offengelegt werden, wird Open Data damit dem wachsenden Interesse in der Gesellschaft nach einer möglichst frühen und ganzheitlichen Mitsprache gerecht und kann die Mündigkeit der beteiligten Bevölkerung stärken.
2. Open Data beschleunigt Modernisierung und Innovationen, indem hierarchie- und organisationsunabhängig über Open Data innovative Lösungen schnell prototypisch umgesetzt, umgesetzt und wieder zurück in die eigene Organisation gespielt werden können. Open Data ist damit ein wichtiger Wirtschaftsmotor, der auf Basis der zugrundeliegenden Daten völlig neue Geschäftsmodelle ermöglicht, die wiederum die Digitalisierung voranbringen.
3. Open Data schafft Raum für diskriminierungsfreie Mehrwertdienste für alle, indem auch Dritte in die Lage versetzt werden, für eigene Zielgruppen spezialisierte Dienstleistungen anbieten zu können. Open Data ermöglicht damit auch für solche Nutzerkreise neue Mehrwerte, indem an die Stelle eines wirtschaftlichen Zwecks ehrenamtliche Ziele treten können.
4. Open Data demokratisiert Datenhoheit für offene Ökosysteme, indem Daten offen für jedermann, entgeltfrei und ohne Einschränkung verfügbar sind und damit die Basis für robustere und nachhaltige Lösungen darstellen. Open Data hebelt damit bereits im Kern mögliche Monopolbildung aus, in dem durch die Verfügbarmachung von Open Data ein freier, wettbewerblicher Markt ermöglicht wird.

Download hier: https://www.bitkom.org/noindex/Publikationen/2017/Leitfaden/Open-Data-Leitfaden/171103-Open-Data.pdf

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