Community Organizing in der BRD

Ein kritische Betrachtung zum Community Organizing hat Robert Maruschke vorgelegt in seiner Studie “Community Organizing. Zwischen Revolution und Herrschaftssicherung. Eine kritische Einführung, 2014”. Kapitel 6 gibt es zum freien Download.

Seit einigen Jahren steigt Community Organizing zum Schlagwort in der außerparlamentarischen Stadt- und Sozialpolitik auf. Soziale Bewegungen verbinden mit der Parole Organize! die Hoffnung, die eigene Politik auf eine breite gesellschaftliche Basis stellen zu können. Diese Erwartung ist nicht unbegründet: Seit den 1880er Jahren ist Community Organizing in der US-amerikanischen Gesellschaft ein effektives Instrument emanzipatorischer Politik. Im 21. Jahrhundert angekommen, richtet sich die Energie vieler Nachbarschaftsorganisationen – auch in Deutschland – wieder gegen Gentrifizierung und rassistische Institutionen. Neben linken sozialen Bewegungen nutzen aber auch (neo)liberale Akteure Community Organizing als Instrument der Herrschaftssicherung. Dieses Buch bietet eine kritische Einführung in das Feld des Community Organizings. Interviews mit Organizer_innen aus Berlin und Los Angeles und viele Beispiele aus der politischen Praxis vermitteln die Chancen und Probleme der verschiedenen Ansätze. Dabei wird deutlich, dass Community Organizing eine kämpferische und langfristige Organisation in Stadtteilen ermöglichen und die vorherrschende Inhaltsleere in der neoliberalen Stadt in Frage stellen kann.

Mehr dazu hier: https://www.rosalux.de/fileadmin/rls_uploads/pdfs/Themen/Klassen_und_Sozialstruktur/Maruschke_Robert_2014_Kap6.pdf

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