Partizipation im digitalen Zeitalter

Wie können digitale und analoge Beteiligungsprozesse zielorientiert kombiniert werden, um deren jeweilige Potentiale bestmöglich zum Einsatz zu bringen? Wie können neue Formen der Beteiligung mit bereits bestehenden Strukturen und Prozessen der Politik und Verwaltung verknüpft werden, um die erarbeiteten Ergebnisse auch tatsächlich nutzen zu können? Diese Fragen beantwortet ein Grünbuch des österreichischen Bundesministeriums für Kunst, Kultur, öffentlicher Dienst und Sport.

Die fortschreitende Digitalisierung hat in den vergangenen Jahren zu wesentlichen Neuerungen im Kontext der Interaktion zwischen Staat und Bürgerinnen und Bürgern geführt. Die Entwicklung und Nutzung sozialer Medien verändert die Art und Weise, wie wir kommunizieren, und auch, welche Ansprüche wir an Transparenz und Beteiligung stellen. Der Einsatz innovativer Technologien kann dabei helfen, Beteiligungsprozesse einfacher zu gestalten, Barrieren zu beseitigen, Zielgruppen besser zu erreichen und schließlich Politik und Verwaltung bei der Auswertung und Aufbereitung der Ergebnisse dieser Prozesse zu unterstützen. Diese Vielzahl von Möglichkeiten und Chancen für Beteiligung und Interaktion geht jedoch auch mit entsprechenden Herausforderungen für Politik, Verwaltung und Gesellschaft einher. Es gilt, digitale und analoge Beteiligungsprozesse zielorientiert zu kombinieren, um deren jeweilige Potentiale bestmöglich zum Einsatz zu bringen. Außerdem müssen neue Formen der Beteiligung mit bereits bestehenden Strukturen und Prozessen der Politik und Verwaltung verknüpft werden, um die erarbeiteten Ergebnisse auch tatsächlich nutzen zu können. Hier bietet die im Jahr 2013 in der österreichischen Bundesverwaltung eingeführte wirkungsorientierte Verwaltungssteuerung und Folgenabschätzung zahlreiche Anknüpfungspunkte – sei es durch die transparente Darstellung politisch-administrativer Gestaltungsprozesse oder durch Möglichkeiten zur partizipativen Planung, Umsetzung und Auswertung politischer Zielsetzungen und Regelungsvorhaben. Partizipation ist für alle beteiligten Akteurinnen und Akteure herausfordernd. Sie erfordert hohe Methodenkompetenz, finanzielle und personelle Ressourcen und einen gemeinsamen Willen zur Zusammenarbeit auf Augenhöhe.

Download hier: https://www.oeffentlicherdienst.gv.at/verwaltungsinnovation/oeffentlichkeitsbeteiligung/201103_Partizipation_Gruenbuch_A4_BF_1.pdf