Partizipation in der Wirtschaft

Was können Unternehmen von Bürgerbeteiligungsverfahren lernen? Dieser Frage gehen Uta Bronner und Regina Schröter nach und erörtern Möglichkeiten der Übertragbarkeit von Partizipationsmethoden, die in Bürgerbeteiligungsverfahren angewendet werden, auf die innerbetrieblichen Teilhabemöglichkeiten von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Aktuelle Personaltrendthemen wie betriebliche Gesundheitsförderung, Diversity oder die Gestaltung moderner Bürowelten erfordern seitens der Mitarbeiter eine hohe Akzeptanz, um in Unternehmen erfolgreich implementiert zu werden und die gewünschte Wirkung zu entfalten. Betrachtet man die Unternehmensrealität, zeigt sich, dass unternehmensseitig initiierte Maßnahmen in diesen Bereichen bei Mitarbeitern oft auf Desinteresse oder Bedenken stoßen und damit einhergehende Angebote wie z. B. Sportprogramme oder Mitmachaktionen an Diversitytagen kaum genutzt werden (Klug 2009:116; Goldgruber & Ahrens 2009). Wir erörtern daher die Frage, inwiefern der Einsatz im Bereich der Bürgerbeteiligung verwendeter Methoden zu einer Verbesserung dieser Situation beitragen könnte. Unsere These ist, dass die Akzeptanz innerbetrieblicher Maßnahmen durch einen konsequenten Einbezug der Mitarbeiter mit einem klaren Mandat verbessert würde. Dafür sollen im Folgenden die typischen Vorgehensweisen in Unternehmen betrachtet werden. In einem zweiten Schritt werden Argumente aufgeführt, weshalb Unternehmen von Praktiken einer Bürgerbeteiligung profitieren könnten, bevor schließlich Aspekte erläutert werden, die beim Einsatz solcher Verfahren in Unternehmen zu beachten sind. Zur Verdeutlichung wird wiederholt beispielhaft auf die Gesundheitsförderung als Anwendungsbereich hingewiesen. Derlei Überlegungen sind aber auch auf andere, übergeordnete Personalthemen übertragbar, bei denen ohne akuten Zeitdruck verhaltens- und verhältnisbezogene Veränderungen initiiert werden sollen.

Fortsetzung hier: https://www.bipar.de/wp-content/uploads/2018/06/Was-können-Unternehmen-von-Bürgerbeteiligungsverfahren-lernen.pdf

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