Eine europäische Identität?

Mit den Werten Europas und der Ausgestaltung einer kollektiven europäischen Identität beschäftigen sich Manuel Gath, Jule Könneke, Constantin Schäfer, Richard Steinberg, Susanne Zels. Dazu haben sie für die folgenden Themenfelder aktuelle Herausforderungen skizziert, Zukunftsvisionen entwickelt sowie konkrete Politikempfehlungen verfasst: ein neues europäisches Narrativ, eine gemeinsame europäische Öffentlichkeit, neue Partizipationsmöglichkeiten für EU-Bürger sowie innereuropäische Solidarität.

Die EU soll durch die finanzielle Förderung von öffentlichem Raum sowie ehrenamtlichen Strukturen eine aktive Rolle in der Stärkung von Europas Gemeinschaftssinn einnehmen.
Die Stärkung lokaler Partizipation wirkt Euroskeptizismus zudem entgegen, da europäische Politik bis in die lokalen Entscheidungsebenen vordringt, sodass die Teilhabe an Lokalpolitik den BürgerInnen auch europäische Politik näher bringt. Strukturfonds und europäisches Recht, prägen die Entwicklung von ländlichen und urbanen Regionen in Europa. Zu häufig wird der europäische Einfluss diesbezüglich jedoch von der breiten Öffentlichkeit nicht wahrgenommen, da diese nicht an den Entscheidungsprozessen der Entwicklung ihrer Region teilnimmt.
Beispielsweise in Deutschland setzt die Teilhabe an lokaler Politik in Kommunen voraus, dass die persönliche ökonomische Situation BürgerInnen ermöglicht einen Teil ihrer Zeit in Lokalpolitik zu investieren und die eigenen Arbeitszeiten an den lokalen Parlamenten auszurichten. Um BürgerInnen unabhängig von ihrer ökonomischen Lage Teilhabe an lokalen Entscheidungsprozessen zu ermöglichen, muss ehrenamtliches Engagement in der Lokalpolitik entweder adäquat finanziell entschädigt oder gemeinsam mit Arbeitgebern Freistellungsmodelle entwickelt werden, um trotz Berufstätigkeit und anderweitigen Verpflichtungen politische Partizipation zu ermöglichen.

Mehr dazu hier: https://alternative-europa.de/wp-content/uploads/sites/165/2017/12/ALTEU_EU-Identit%C3%A4t.pdf

drucken