Gesellschaftliche Partizipationsprozesse, partizipative Forschungsmethoden und Methoden der Wissensintegration

Führt Partizipation zu einer größeren Akzeptanz von Verfahren und Entscheidungen – zum Beispiel, wenn es um die Planung von Windparks, Biogasanlagen und Stromnetzen geht? Die einschlägigen Erfahrungen von 33 Forschungsprojekten der BMBF-Fördermaßnahme „Umwelt- und gesellschaftsverträgliche Transformation des Energiesystems“ (2013 – 2017) haben jetzt Forscher des ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung und des Öko-Instituts e.V. ausgewertet.

Um herauszufinden, unter welchen Bedingungen Partizipationsverfahren erfolgreich sind, hat das Team der Wissenschaftlichen Koordination die 33 abgeschlossenen Forschungsprojekte umfassend zu ihren Erfahrungen befragt. Dabei zeigte sich beispielweise, dass das Thema Transparenz besonders wichtig ist: Für die Beteiligten muss von Anfang klar sein, ob sie in die Entscheidungsfindung einbezogen werden oder ob lediglich ihre Meinung und ihr Wissen gefragt sind.
Deutlich wurde auch, dass sich gelingende partizipative Prozesse stets an den Bedürfnissen der beteiligten Akteure orientieren. Dazu gehört auch, eine gemeinsame Sprache zu finden: Nur wenn frühzeitig zentrale Begriffe geklärt werden, kann ein geteiltes Verständnis dafür entstehen, worum es im Verfahren eigentlich geht. Ein Erfolgsfaktor ist außerdem eine lokal gut vernetzte, kompetente Prozessleitung. Eine Voraussetzung für gelingende Partizipation bleibt dabei natürlich deren absolute Neutralität.

Download der Studie hier: http://transformation-des-energiesystems.de/sites/default/files/WiKo_Partizipationsstudie.pdf

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