BürgerInnenrat zur Zukunft der Landwirtschaft in Österreich

„Wie soll sich die Landwirtschaft in Österreich weiter entwickeln? Welche Erwartungen haben Sie persönlich an die Bäuerinnen und Bauern?“ Das waren die Ausgangsfragen des 1. Österreich-weiten BürgerInnenrates im Jahr 2013.

Anlass des BürgerInnenrates war, dass das österreichische Programm zur Entwicklung des Ländlichen Raumes (ELER) für die neue EU-Förderperiode 2014-2020 überarbeitet wurde. Dazu wurde ein breiter Partizipationsprozess gestartet, um einerseits das Wissen und die Sichtweisen verschiedener Interessengruppen aus der Landwirtschaft, dem Umweltschutz und aus der Bevölkerung im ländlichen Raum einfließen zu lassen. Andererseits war es Ziel des BürgerInnenrates, auch die Meinung der StädterInnen zur Zukunft der Landwirtschaft zu hören, um auch deren Beiträge bei der Neuerstellung der Förderprogramme berücksichtigen zu können.
Das Besondere eines BürgerInnenrates ist, dass nach dem Zufallsprinzip etwa 12 BürgerInnen ausgewählt werden, die 1 ½ Tage lang über bestimmte Zukunftsfragen diskutieren und eine gemeinsame Erklärung zum Thema erarbeiten. Moderiert wird mit der Methode „dynamic facilitation“, die sprunghafte und energievolle Diskussionen strukturieren und dokumentieren kann. Das Instrument des BürgerInnenrates stammt aus den USA. Es wurde von Jim und Jean Rough entwickelt. Mittlerweile wurde es in Österreich schon vielfach eingesetzt, allen voran in Vorarlberg, aber auch in anderen Gemeinden und Bundesländern. Mit dem BürgerInnenrat zur Zukunft der Landwirtschaft wurde das Instrument nun erstmals auf Bundesebene transferiert und erprobt.

Hier der Bericht zum Bürgerrat: http://www.netzwerk-land.at/umwelt/veranstaltungen/endbericht_buerat/at_download/file

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