Bürgerdialog Zukunft der Gasbeleuchtung

Zur Fortschreibung des Masterplans energieeffiziente und historische Straßenbeleuchtung fand im September 2018 in Düsseldorf ein Bürgerdialog statt. Ein Auswertungsbericht stellt die Fragen, Hinweise, Ideen und Ergänzungen der Bürgerschaft systematisch und vollständig dar.

Seit 2005 wird in Düsseldorf über die Zukunft der Gasbeleuchtung diskutiert. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger würdigen die historische Bedeutung der Leuchten und schätzen ihr charakteristisches Gaslicht. Die Gaslaternen sind in der Düsseldorfer Bürgerschaft nicht nur im Sinne einer technischen und infrastrukturellen Ausrüstung der Straße im Bewusstsein, sondern insbesondere als technisch-kulturelles Denkmal der Industrie- und Fortschrittsgeschichte der Stadt. Vor allem aber werden sie als emotionales und verbindendes Element wertgeschätzt, das Atmosphäre schafft – in einer Stadt, die polyzentrisch und heterogen zusammengewachsen ist und vielfältige Bezirksstrukturen aufweist. Aus Sicht der Bürgerschaft hält das Netz von historischen Gaslaternen die vielgestaltige Stadt Düsseldorf zusammen. Insbesondere diese Tatsache führt zu einem breit geäußerten Erhaltungswillen der Gaslaternen.
Dennoch stehen den Gaslaternen als Kulturgut und erhaltenswerte atmosphärische Straßenbeleuchtung ganz konkrete Anforderungen an Energieeffizienz, Sicherheit, Verkehrssicherheit, neue gesetzliche Vorschriften und europäische Normen scheinbar und zum Teil faktisch gegenüber. Im Zuge der Erstellung des Masterplans energieeffiziente Straßenbeleuchtung hat die Stadt Düsseldorf die Aufgabe, eine angemessene und tragfähige Lösung zum Umgang mit dem vorhandenen Gaslaternenbestand zu finden. Hierfür ist am 12. Juli 2018 im Rat der Stadt Düsseldorf ein Vorschlag für eine Vorgehensweise, die einen angemessenen gebietsweisen, konkreten Erhalt der Gaslaternen in Düsseldorf ermöglichen soll, vorgestellt worden. Diese Vorgehensweise sieht von einer rein technischen und pauschalen Betrachtung der Gasbeleuchtung ab. Sie soll stattdessen alle Belange so einpflegen, dass sie detailliert und fachlich differenziert zugeordnet werden können, ohne das Ergebnis vorwegzunehmen. Darüber hinaus sieht diese Vorgehensweise die Spiegelung der vorläufigen Methode in die Stadtgesellschaft vor. In diesem Kontext wurde im September 2018 ein Bürgerdialog durchgeführt. Um einen konstruktiven Dialog zwischen Politik, Verwaltung und Bürgerschaft zu ermöglichen, sind zwei Veranstaltungen von der Beteiligungsagentur Zebralog im Auftrag der Stadt Düsseldorf organisiert worden.
Die bewusst offen gehaltene vorläufige Methodik stand im Mittelpunkt der Diskussion. Sie diente als Grundlage einer Verständigung mit Bürgerinitiativen, Straßengemeinschaften und anderen an dieser Thematik interessierten Bürgerinnen und Bürgern. Die Bürgerschaft ist so explizit in den Prozess einbezogen worden und hat auf Grundlage der entwickelten Methodik Fakten denkmaladäquat, angemessen und differenziert (neu) bewerten können. Dabei sind bislang aus Sicht der Bürgerschaft unterrepräsentierte Belange genannt worden, die für die Weiterentwicklung der Methodik berücksichtigt werden sollen.
Im vorliegenden Auswertungsbericht sind die Fragen, Hinweise, Ideen und Ergänzungen der Bürgerschaft systematisch und vollständig ausgewertet dargestellt. Dieses Dokument dient insofern als Grundlage für den weiteren Prozess, der zur Fortschreibung des Masterplans energieeffiziente und historische Straßenbeleuchtung führen soll. Die gesammelten Fragen und Hinweise werden in den weiteren Prozess eingespeist und von der Stadtverwaltung zusammen mit Fachexpertinnen und Fachexperten und Vertreterinnen und Vertretern aus der Stadtgesellschaft bearbeitet. Die so zu entwickelnden Antworten werden zum Abschluss dieses Prozesses in einem weiteren Dokument ausführlich zusammengestellt.

Download hier: https://www.duesseldorf.de/fileadmin/Amt66/verkehrsmanagement/pdf/Gasleuchten/Auswertung_Buergerdialog_Gasleuchten.pdf

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