Forschung/Evaluation

Virtuelle Stakeholder-Dialoge – ein Trend für die Zukunft?

Können Stakeholder-Dialoge in digitale Räume verlagert werden, ohne ihren persönlichen Charakter zu verlieren? Antworten auf diese Frage liefert eine von Daniel Ziegele, Hannah Kurtze und Ansgar Zerfaß veröffentlichte Studie.

In der Organisationskommunikation ist seit vielen Jahren ein Virtualisierungsschub zu beobachten. Während die Verlagerung in digitale Räume z. B. in der Presse- und Medienarbeit sowie der Kunden- und Mitarbeiterkommunikation gelebte Praxis ist, stößt dies dann an Grenzen, wenn der persönliche Austausch im Mittelpunkt steht. Das gilt insbesondere für Stakeholder-Dialoge, die von Unternehmen zum Austausch mit kritischen Interessengruppen genutzt werden, um Beziehungen aufzubauen sowie gesellschaftliche Akzeptanz und Legitimation zu erlangen. Viele dieser Bemühungen sind im Zuge der Corona-Pandemie zum Erliegen gekommen; in einigen Fällen wur­den jedoch virtuelle Formate erprobt. In der Forschung wurde dies bislang noch nicht reflektiert. Der vorliegende Beitrag widmet sich dieser Lücke und entwickelt einen be­grifflichen Bezugsrahmen für virtuelle Stakeholder-Dialoge. Zudem werden Potenzia­le, Hemmnisse und Grenzen solcher Formate in einer qualitativen Studie untersucht. Damit wird die wissenschaftliche Diskussion über die Virtualisierung von Organisati­onskommunikation auf Formate erweitert, die als Paradebeispiel für persönliche und ortsgebundene Kommunikation gelten. Außerdem werden Vor- und Nachteile der virtuellen Durchführung von Stakeholder-Dialogen identifiziert.

Mehr dazu in der Studie unter https://www.nomos-elibrary.de/10.5771/1615-634X-2022-4-383/zwischen-aufbruch-und-konvention-grundlagen-und-grenzen-virtueller-stakeholder-dialoge-in-der-strategischen-kommunikation-von-organisationen-jahrgang-70-2022-heft-4?page=1%20