Forschung/Evaluation

Vertrauen durch mehr Beteiligung

Was bedeutet Vertrauen in unserer Gesellschaft und wie kann eine Vertrauenskultur gestärkt werden? Mit dieser Frage hat sich die Friedrich-Ebert-Stiftung 2012 in einer Denkwerkstatt „Politik und Vertrauen – Vertrauen durch mehr Beteiligung. Vertrauen in Europa“ auseinandergesetzt.

Vertrauen gilt als eine unverzichtbare Basis für gesellschaftliches Zusammenleben und politisches Handeln. Doch zunehmend sinkt das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in die Politik und die demokratischen Institutionen. Dabei sind die Gewinnung und der Erhalt von Vertrauen gerade in Zeiten schwindender politischer Bindungen und wachsender sozialer Unsicherheiten ein zentrales Thema für die Politik. Gelingt es ihr nicht, dieses Thema positiv zu gestalten, wächst Politikverdrossenheit und der gesellschaftliche Zusammenhalt geht verloren.
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Zur Verknüpfung neuer Gedanken, Bereiche und Netzwerke haben wir Akteure aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, traditionellen und neuen Medien, Zivilgesellschaft, Kunst und Kultur eingeladen, um miteinander – auch kontrovers – zu diskutieren und gemeinsam (weiter) zu denken. Die vielfältigen Perspektiven der Teilnehmer/innen ermöglichen auch Antworten auf die Frage, ob und was die Politik von anderen gesellschaftlichen Bereichen in Bezug auf Vertrauensbildung lernen kann. So lohnt zum Beispiel der Blick auf die Methodik des Trustmanagements in Unternehmen oder das sogenannte Web of Trust im Internet: Gibt es dort Vertrauensbeziehungen und wie sind sie ausgestaltet? Kann die Politik aus solchen Modellen und Prinzipien Erkenntnisse gewinnen?

Download: http://library.fes.de/pdf-files/dialog/09244.pdf