Forschung/Evaluation

Effekte von Beteiligungsformaten auf die Beschleunigung oder Verlangsamung von Infrastrukturprojekten zur Energiewende

Beschleunigen oder bremsen Beteiligungsverfahren die Energiewende? Bieten sie eine Chance für mehr Bürgerakzeptanz oder führen sie eher zur Akzeptanzverweigerung? Wie müssen Beteiligungsverfahren gestaltet sein, damit sie ergebnisoffen und vertrauensbildend wirken? Diesen Fragen gehen Nele Buchholz, Uta Zetek, Eike Biermann und Hans-Liudger Dienel in einer Studie nach.

Partizipationsverfahren können eine Möglichkeit sein, um die Legitimität neuer Infrastrukturprojekte zu erhöhen. Wenn Bürgerbeteiligung offen, transparent und bürgernah konzipiert ist, wirkt sie nicht verzögernd, sondern könne in vielen Fällen zum Beispiel aufgrund von Konfliktentschärfung sogar einen beschleunigenden Effekt haben. Allerdings legen immer noch viele Partizipationsverfahren einen zu engen Fokus auf top-down-Regularien und reinen Informationsaustausch statt gemeinsamer Gestaltung. Hier versprechen neue Formate und Methoden der Beteiligung eine verbesserte Qualität in der politischen Willensbildung. Gute Beteiligungsformate können dabei das Wertebewusstein der Teilnehmenden gegenüber demokratischen Verhandlungsformaten festigen und die demokratischen Kompetenzen der Beteiligten stärken. Die Erfahrung, durch das Einbringen eigener Ideen Selbstwirksamkeit zu erfahren, kann zu weiterführendem Engagement motivieren und mehr Teilhabe an gesellschaftlichen Transformationsprozessen eröffnen.

Download hier: https://www.wissenschaftsplattform-klimaschutz.de/files/WPKS_Studie_Beschleunigung-durch-Beteiligung_Mai-2023.pdf