Jugendprojekte in kleinen Städten

Empfehlungen, wie Stadtverwaltungen die Vorstellungen, Ideen und das Engagement junger Menschen für die Stadtentwicklung nutzen können, hat das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung erarbeitet.

Die vorliegende Studie untersuchte Beteiligungsprojekte Jugendlicher in Kleinstädten. Sichtbar wird eine Vielfalt an Ideen, die sich jeweils durch ein hohes Maß an Pragmatismus und den Sinn für das Machbare auszeichnen. Die Jugendlichen befassen sich mit dem, was sie in ihrem Alltag in ländlichen Räumen besonders bewegt – etwa die Frage, wie sich Mobilität besser organisieren lässt. In kleineren Gemeinden ist es vorteilhaft, dass die Kommunikationswege in der Regel kurz sind. Der Ton zwischen Jugendlichen, Verwaltungsmitarbeiterinnen und Verwaltungsmitarbeitern und den Akteuren in der Kommunalpolitik ist oft vertrauensvoll.

Gleichwohl ist die Unterstützung der Jugendarbeit nicht in allen Kleinstädten fest verankert, z. T. fehlen feste Ansprechpartnerinnen oder -partner. Diese Lücke füllen oft persönliches Engagement, zivilgesellschaftliche Initiativen oder örtliche Vereine. Neben einer persönlichen Anlaufstelle ist auch finanzielle Unterstützung entscheidend. Förderung, lokale Spenden und eingeworbenes Sponsoring helfen bei der Projektumsetzung.

Die Untersuchungsergebnisse und die vorgestellten Jugendprojekte zeigen, dass Jugendengagement in vier Richtungen wirken kann: Es gestaltet städtebauliche Räume, trägt zum Gemeinwohl bei, fördert bereits in jungen Jahren das Demokratieverständnis und schafft Identifikation mit dem eigenen Umfeld – eine Voraussetzung dafür, dass junge Menschen in ihrer Heimat bleiben oder nach ihrer Ausbildung eher wiederkommen.

Download hier: https://www.bbsr.bund.de/BBSR/DE/veroeffentlichungen/bbsr-online/2021/bbsr-online-09-2021-dl.pdf?__blob=publicationFile&v=2