Die Sprache der Bürgerbeteiligung

Was wird in kommunalen Leitlinien zur Bürgerbeteiligung eigentlich unter „Bürgerbeteiligung“ verstanden? Dieser Frage gehen Johannes Jones, Constanze Hahn, Anna Meisinger, Johanna Meyer, Marcus Müller, Elisa Starke in einer Untersuchung von Leitlinien zur kommunalen Partizipation nach.

Bürgerbeteiligung ist eines der Schlagwörter der Stunde und wird allerorts als Rezept gegen den Verdruss an Politik und Demokratie empfohlen. Was darunter allerdings genau zu verstehen ist, ist weit weniger klar. In vielen Städten und Gemeinden im deutschsprachigen Raum haben sich Gremien aus Politik, Verwaltung und Bürgerschaft gebildet, in denen darüber diskutiert wird, welche Formen der Teilhabe von Bürgerinnen und Bürgern an der Gestaltung des Gemeinwesens angemessen und wünschenswert sind. Die Ergebnisse solcher Diskussionen werden dann in „Leitlinien“ oder „Richtlinien“ zusammengefasst und oft online publiziert. Die Dokumente, die dabei entstehen, sind so unterschiedlich wie die Zusammensetzung der Zirkel, aus denen heraus sie geschrieben werden. Dennoch kristallisieren sich Tendenzen eines Verständnisses von Bürgerbeteiligung heraus. Dieser Report beruht auf einer sprachwissenschaftlichen Auswertung aller im Internet dokumentierten Texte dieser Art im deutschsprachigen Raum.

Hier geht es zum Report: https://dislab.hypotheses.org/files/2017/01/Die-Sprache-der-B%C3%BCrgerbeiligung.pdf

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