Was kann „Beteiligungskultur“ sinnvoll bedeuten?

Dem in akademischen und gesellschaftspolitischen Diskussionen vorherrschenden Ruf nach einem bloßen „Mehr“ an Partizipation ein Verständnis von Beteiligungskultur gegenüberzustellen, das die Qualität partizipativer Abläufe und das fortlaufende praktische Neubewerten von Beteiligung betont, ist das Ziel eines Aufsatzes von Ina Richter und Manuel Rivera

Mit Beteiligungskultur verbinden sich Forderungen nach mehr Mitsprache der Öffentlichkeit an politischer Entscheidungsfindung, einer stärkeren Institutionalisierung ergänzender Verfahren, aber auch nach bestimmten Haltungen und Deutungen. Der Beitrag geht davon aus, dass solche Forderungen die konzeptionelle Bestimmung von Beteiligungskultur eher behindern denn fördern. Vielmehr gilt es, Qualitäten der Auseinandersetzung mit dem Ob und Wie partizipativer Prozesse zu bestimmen. Zentral dafür sind die Kategorien Voraussicht, Umsicht und Einsicht, sofern sie für Beteiligungspraktiken konstitutiv werden. Dann können diese Praktiken individuelle und kollektive Lernprozesse stimulieren und so den Sinn von Beteiligungskultur selber fortlaufend aktualisieren.

Fortsetzung hier: http://forschungsjournal.de/sites/default/files/fjsbplus/fjsb-plus_2018-2_richter_rivera.pdf

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