Windenergie und Bürgerbeteiligung

Welche Zusammenhänge zwischen Beteiligung der Menschen an der Planung von Erneuerbaren Energien-Anlagen und Akzeptanz gibt es? Was sind aktuelle Trends im gesellschaftlichen Energiewendediskurs? Diese Fragen beantwortet eine Auswertung von ausgewählten Forschungsvorhaben durch die Fachagentur Windenergie an Land.

Das vorliegende Papier richtet sich in erster Linie an für die Umsetzung von Beteiligungsprozessen in Planungsvorhaben relevante Akteure von der lokalen bis zur Bundesebene sowie an interessierte Bürger und Akteure aus Zivilgesellschaft und Wissenschaft. Es befasst sich mit der aktuellen Forschung zum Thema Beteiligung im Kontext der Windenergienutzung und stellt die zentralen windenergierelevanten Ergebnisse – gegliedert nach Erkenntnissen und Handlungsempfehlungen – aus 13 ausgewählten Forschungsvorhaben der FONA-2-Reihe zusammen. Grundlegend zeigen die wissenschaftlichen Untersuchungen, dass Bürger über die formellen Verfahrensregeln für die Öffentlichkeitsbeteiligung bei Windenergieplanungen nicht ausreichende Kenntnis haben, um ihre Gestaltungsmöglichkeiten effizienter nutzen zu können. Durch eine transparentere Darstellung der Planungsinhalte und der Beteiligung im Planungsverfahren selbst kann die formelle Beteiligung besser ausgestaltet werden. Des Weiteren wird das große Spektrum an Umsetzungspotenzialen, -defiziten und Stellschrauben für gute Beteiligung aufgezeigt. Um die Erkenntnisse und Empfehlungen wirkmächtig werden zu lassen, müssen diese Eingang in die außerwissenschaftliche Kommunikation finden. Breit geführte gesellschaftliche Diskurse über Bürgerbeteiligung bei der Energiewende können einen Beitrag leisten, die Akzeptanz der Windenergie an Land nachhaltig zu sichern.

Download der Studie hier: http://www.fachagentur-windenergie.de/fileadmin/files/Beteiligung/FA_Wind_Ergebnisse_Sozialforschung_FONA_2017-01-11_web.de.pdf

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