Die Suche nach einem Endlagerstandort in Deutschland

Wie läuft das umfangreichste, teuerste und längste Beteiligungsverfahren der deutschen Geschichte, die Suche nach einem Standort für ein Endlager hoch radioaktiver Abfallstoffe, ab? Dieser Frage widmet sich ein Aufsatz von Jan-Hendrik Kamlage, Jan Warode, Stefan Schweiger, Frederike Behr und Björn Ahaus.

Mit der partizipativen Suche nach einem Endlagerstandort für hoch radioaktive Abfallstoffe betritt Deutschland Neuland. Alle bisherigen Versuche einen geeigneten Ort für ein Endlager zu finden, sind am Widerstand von Politik, Energiewirtschaft und der Anti-AKW-Bewegung gescheitert (Radkau 2011). Die Gefahr eines erneuten Scheiterns ist nach Einschätzung fachkundiger BeobachterInnen beim aktuellen Versuch größer als die eines Erfolges (Leggewie/Nanz 2013). Als Reaktion auf die enormen Herausforderungen wurde nach Beschlüssen im Bundestag und Bundesrat das umfangreichste, teuerste und längste Beteiligungsverfahren der deutschen Geschichte auf den Weg gebracht. Ziel ist es, mit einem partizipativen Suchverfahren, das höchstmögliche Ansprüche an die Beteiligungsqualität stellt, ein Maximum an Vertrauen, Legitimation und letztlich Akzeptanz zu schaffen. Nur so glauben die Initiatoren die Chance zu wahren, einen geeigneten Standort für die Ewigkeitslasten (Brunnengräber 2015) bis zum Jahr 2031 ausfindig machen zu können.

Download des Aufsatzes: http://www.planung-neu-denken.de/content/view/354/41

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