Bürgergutachten zur A 26 in Wilhelmsburg

Was muss bei den Planungen zur A26 in Hamburg-Wilhelmsburg bedacht werden, damit die Autobahn so verträglich wie möglich für die Menschen auf den Elbinseln umgesetzt wird? Das ist die Leitfrage eines Beteiligungsverfahrens, das die Stiftung Bürgerhaus Wilhelmsburg durchgeführt hat. Jetzt sind die Ergebnisse als „Bürger*innengutachten“ der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation (BWVI) und der DEGES Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und bau GmbH übergeben worden.

Aus dem Perspektiven!-Beteiligungsprozess zur A26 in Wilhelmsburg ist das vorliegende´Bürger*innen-Gutachten hervorgegangen. Das Gutachten benennt Punkte, die aus Sicht der beteiligten Bürger*innen zur Verbesserung der Planungen im Sinne der Bewohner*innen der Elbinseln notwendig sind: 1. Wenn der Wilhelmsburger Süden eine weitere Autobahn verkraften soll, dann müssen die Planungen bei maximalem Schutz der Lebensqualität der Anwohner*innen realisiert werden und darüber hinaus spürbare Vorteile für den Stadtteil bringen. Dazu gehört in erster Linie eine dauerhafte Bündelung des KFZ-Verkehrs auf der A26 zur Entlastung des nachgeordneten Straßennetzes, unterstützt durch Beruhigungs- und Rückbaumaßnahmen sowie der Stärkung des ÖPNV und Radverkehrs. 2. Der Autobahntunnel wird begrüßt, muss aber bis zur A1 in Stillhorn verlängert werden, um – die Belastungen durch Lärm, Abgase und Zerschneidung des Stadtteils für die Bewohner*innen des Wilhelmsburger Südens so gering wie möglich zu halten die Möglichkeit zu erhalten, auf den dann vor Lärm und Abgasen geschützten Flächen in Zukunft durch Städtebau nachhaltige Entwicklungsimpulse für Kirchdorf und Kirchdorf Süd setzen zu können den Wilhelmsburger Natur- und Landwirtschaftsraum im Süden und Süd-Osten vor den negativen Auswirkungen der Autobahn zu schützen und zukünftig noch landwirtschaftliche Anpassungs- und Integrationsmaßnahmen umsetzen zu können 3. Die Anschlussstellenvarianten an der Otto-Brenner-Straße und in Stillhorn sollten nicht realisiert werden. Stattdessen sollte ein Anschluss „Pollhornbogen“ im Bereich Pollhorn Weg eingerichtet werden. Wir versprechen uns davon insbesondere eine Entlastung des nachgeordneten Straßennetzes vom KFZ- und insbesondere LKW-Verkehr.
Insgesamt ist die Entscheidung, einen Teil der Autobahn A26 im Süden von Wilhelmsburg zu realisieren, auf den Elbinseln hoch umstritten. Auch von den im Verfahren beteiligten Bürger*innen wird die Autobahn stark kritisiert und in der deutlichen Mehrheit grundsätzlich abgelehnt.

Quelle: http://buewi.de/sites/default/files/buewi/downloads/perspektivenbuergerinnen-gutachtena26inwilhelmsburg.pdf

Mehr zu dem Beteiligungsverfahren zur A26 hier:
http://buewi.de/aktivitaeten/perspektiven/verfahren-a26-wilhelmsburg
http://a26.perspektiven-elbinseln.de/

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